Vigezzo-Tal: das Tal der Maler

Das Vigezzo-Tal liegt im äuβersten nordöstlichen Teil der Region Piemont, wenige Kilometer von der schweizer Grenze entfernt.

Das von den Lepontiner Alpen umgebene Gebiet ist reich an herrlichen Naturlandschaften, Kunst und Tradition.
Die Wälder und die Pinienhaine seiner Berge sind ideal für sommerliche Ausflüge, aber auch winterliche Schneeschuhwanderungen, die Skianlagen der Baitina von Druogno und der Vigezzo-Ebene sind ein ideales Ziel für die Liebhaber des Wintersports und für diejenigen, die einen Urlaub im Schnee verbringen wollen.

Heimat zahlreicher Künstler und Quelle der Inspiration für Landschaftsmaler und Porträtisten, ist das Vigezzo-Tal vielen bekannt als das Tal der Maler: Spuren der starken künstlerischen Präsenz im Tal sind noch in den herrschaftlichen und ländlichen Häusern, in den Museen oder in den zahlreichen, dem Kultus gewidmeten Gebäuden sichtbar.

In den Votivkapellen oder in den kleinen Kirchen kann man Beispiele der Andachtsmalerei bewundern, Gemälde oder Fresken örtlicher Maler wie Borgnis, Cavalli und Fornara.
Die Kultur findet in den zahlreichen Museen von Santa Maria und in dem ganzen Tal ihren Platz, darunter vor allem im Schornsteinfeger-Museum in der Villa Antonia, in welchem an ein Handwerk erinnert wird, das von Opfern und Migrationen aus dem Tal nach ganz Europa geprägt ist. Jedes Jahr im September versammeln sich Schornsteinfeger aus aller Welt in Santa Maria, um das charakteristische Internationale Treffen zu begehen.

In Malesco besteht das Merkmal dieser ländlichen Kultur in dem Mulin dul Tàc, einer alten Mühle von Ende des neunzehnten Jahrhunderts, gelegen in dem Ortsteil Zornasco, die in der Vergangenheit zur Herstellung von Roggen- und Kastanienmehl und was der Boden sonst noch bot, benutzt wurde.
Ebenfalls in Malesco kann man in dem Gebäude des Amtsgerichts das Museum des Topfsteins und der Steinhauer besuchen, ein konkretes Zeugnis der Ausbeutung dieser örtlichen Ressource seitens des Menschen, die bereits in der Vorgeschichte begonnen hat.

In den anderen Gemeinden des Tals gibt es zahlreiche interessante Punkte, wie die majestätische Wallfahrtskirche Santuario di Re, das der Madonna del Sangue  gewidmet it, der berühmte Schatz Tesoro di Craveggia, der in der Dorfkirche aufbewahrt ist und aus Kreuzen, heiligen Paramenten und aus dem Leichengewand von Ludwig XIV besteht, oder das Museum “Ca di Feman” (Haus der Frauen) in Villette, mit seiner Sammlung vieler Geräte und typischer Gegenstände, die von den vigezziner Frauen bei der Hausarbeit benutzt wurden.

Eine unberührte Natur und faszinierene Orte kennzeichnen letztendlich den Nationalpark Val Grande, das groβe Wilderness-Gebiet, das sich von dem Vigezzo-Tal bis zum Becken des Lago Maggiore erstreckt und reich ist an Wäldern, Alpenflora und –fauna. Die Val Grande, das perfekte Ziel für Bergsteiger und Wanderer, hat zahlreiche Zugänge, von denen der von Malesco für den leichtesten und direktesten gehalten wird.

In der Tat kann man von hier aus leicht Strecken von unterschiedlicher Höhe begehen und unendliche Weiten betrachten, wo die menschlichen Niederlassungen, bezeugt von Felszeichnungen, verlassenen Berghütten, eindrucksvollen, in den Fels gehauenen Wegen für den Viehtransport, sowie Terrassierungen, der wilden Natur gewichen sind.

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